Orthopädische Praxisgemeinschaft
Dr. med. Peter J. Kaisser
Dr. med. Christian Schellinger
Dr. med. Markus Kellner
Orthopädie und Unfallchirurgie
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Kooperationspartner www.dc-eins.de  „Zahnärzte im Maximiliansforum“
Zahnärzte im Maximiliansforum

Diagnose: Kraniomandibuläre Dysfunktion und ihre Auswirkungen auf die Wirbelsäule.

Berufsberatung für Schüler in München durch Rotary
Rotary München Berufsberatung

 

 


leopold medical center
Leopoldsraße 157 - 159
80804 München

Tel. Dr. Kaisser/
Dr. Kellner
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Tel. Dr. Schellinger
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Öffnungszeiten:
Mo – Do 8:00 bis 18:00
Fr 8:00 bis 15:00 Uhr

Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie 25. - 28.10.2011 in Berlin

 

 

Auch dieses Jahr wurde der große, zentrale Kongress der Orthopäden und Unfallchirurgen in Deutschland in der Bundeshauptstadt Berlin von Dr. Kaisser besucht. Die Themen waren im Wesentlichen: künstliche Gelenke, Verschleißerscheinungen der Gelenke und der Wirbelsäule, Sportverletzungen, Vorfußoperationen, sowie Forschungsergebnisse bezüglich moderner Implantatmaterialien, sowie Transplantationsergebnisse von Meniskus- und Knorpelgewebe. Neue Materialien zur Implantation wurden vorgestellt- dies aber eher als Forschungsergebnisse, noch nicht in der alltäglichen operativen Medizin einsetzbar. Bei den künstlichen Hüftgelenken wurden neue Prothesen mit kürzeren Schäften vorgestellt; darüber hinaus modulare Systeme, die bei schwierigen anatomischen Verhältnissen zu einer besseren Rekonstruktion der physiologischen Verhältnisse und optimalen Biomechanik lür die spätere Gelenkfunktion führen sollen.

Deutliche Fortschritte haben die Knorpelzelltransplantationen gemacht: obgleich nur ein Ersatzknorpel entsteht sind die subjektiven klinischen Ergebnisse recht zufriedenstellend. Die Knorpeltransplantation bedeutet natürlich nicht eine ,,Restitutio ad integrum“ (vollständige Wiederherstellung des ursprünglich gesunden Gelenkes) - jedoch eine hochwertige Reparatur des verletzten Gelenkes. Die Indikationsstellung ist jedoch sehr stark von der Lokalisation und dem Ausmaß des Knorpelschadens abhängig, sowie von dem Alter des betroffenen Patienten.

Weiterhin stellt ein sehr interessantes Gebiet orthopädischer Behandlungsmöglichkeiten die Spinalstenose der Wirbelsäule dar. Hier handelt es sich um verschiedene Formen der Spinalstenose: zentraler Kanal, Rezessus lateralis und die Zwischenwirbellöcher. In allen drei Bereichen kann es zu einer Einengung kommen. Meistens besteht eine Kombination aus mehreren anatomischen Bereichen. Und häufig bestehen diese Einenungen beidseits und möglicherweise sogar auf mehreren / vielen Etagen. Die Spinalstenose kann an der Lendenwirbelsäule, aber auch an der Halswirbelsäule auftreten. Hier ist differentialdiagnostisches Geschick der untersuchenden Ärzte gefordert. Die Therapiemöglichkeiten sind vielseitig. Im Vordergrund stehen - soweit keine Notfallsituation mit Lähmungen besteht - die nicht-operativen Behandlungen, multi-modal und polypragmatisch, in Form von spezieller Krankengymnastik und physikalischer Therapie. Medikamente, Infusionen, Infiltrationen in den Wirbelkanal bzw. an die Nervenwurzeln ....

Als operative Maßnahmen bieten sich die wenig traumatisierenden Dekompressionsoperationen an, ggfs. bei gleichzeitiger Implantation eines interspinösen Spreizers. Diese Spreizer werden zwischen die Dornfortsätze geschoben, sie stellen eine Art ,,Abstandshalter“ dar. Sie werden in der Zwischenzeit von zahlreichen Firmen unter sehr unterschiedlichen Eigennamen hergestellt und vertrieben. Die Ergebnisse sind im Großen und Ganzen sehr gut; es kann jedoch auch hier zu Lockerungen, Irritationen, Rissen an den knöchernen Dornfortsätzen, .... kommen. Im Allgemeinen sind diese interspinösen Spreizer gut verträglich. Ggfs. sind sie leicht zu entfemen, insbesondere das X-Stop Implantat bei dem nur ein kleines Schräubchen am Gegenflügel geöffnet werden muss, um den Spreizer aus seinem Implantatlager wieder zu befreien.

Insgesamt handelte es sich bei dem Berliner Zentralkongress wiederum um eine hoch interessante, wissenschaftlich hochstehende Veranstaltung mit sehr großer internationaler Beteiligung. Dieser Kongress lässt sich durchaus mit internationalen Kongressen in USA oder anderen Kontinenten vergleichen.