Prof. Pflüger, Wien, veranstaltete zusammen mit der Firma Smith & Nephew und deren Ausbildungsakademie KLEOS einen interaktiven Kurs zur Optimierung des miniinvasiven antrolateralen Zugangs zur Hüfte. Auch in Wien wurde wiederum bestätigt, dass miniinvasiv, Schlüssellocheingriff, Key-hole-seurgery falsche Begriffe sind und eigentlich nicht mehr verwendet werden sollten (siehe dazu auch: Kongress in Baden-Baden, orthopädische Chirurgie bei älteren Patienten, Wirbelsäulenoperationen, Kongress in Kairo ).
Entscheidend ist nicht die Größe des Hautschnittes, sondern die möglichst geringe Traumatisierung der Weichteile und die gleichzeitige Sicherheit endoprothetische Implantate ohne erhöhtes Komplikationsrisiko exakt und optimal zu platzieren. Insofern wird der anterolaterale Zugang nach Pflüger favorisiert, eine nur geringgradige Modifikation des so genannten transglutealen Zugangs. Auch beim transglutealen Zugang wurden in den letzten Jahren zunehmend kleinere Zugänge zur Hüfte ermöglicht, bei denen im Wesentlichen die Muskulatur ebenfalls nur abgeschoben und nicht mehr durchtrennt wurde. In zahlreichen Vorträgen, im Operationssaal bei mehreren Hüftendoprothetischen Operationen, wie auch im pathologischen Institut wurde gemeinsam mit zahlreichen, erfahrenen Hüftspezialisten aus Italien, der Schweiz, Österreich und Deutschland die hüftendoprothetische Versorgung demonstriert.
Dieser 2-tätige Erfahrungsaustausch unter Experten bestätigte Dr. Kaisser in seinen bereits vor Jahren getroffenen Entscheidungen, hüftendoprothetischen Versorgungen mit der kleinstmöglichen Traumatisierung des Gewebes durchzuführen - unter dem Motto: "So klein wie möglich - so groß wie nötig!" Alle Teilnehmer des Symposiums waren sich bezüglich dieser Maxime einig. |