Orthopädische Praxisgemeinschaft
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Diagnose: Kraniomandibuläre Dysfunktion und ihre Auswirkungen auf die Wirbelsäule.

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leopold medical center
Leopoldsraße 157 - 159
80804 München

Tel. Dr. Kaisser
089 322 99 19-0

Tel. Dr. Schellinger
089 36 47 25

Öffnungszeiten:
Mo – Do 8:00 bis 18:00
Fr 8:00 bis 15:00 Uhr

Wirbelsäulensymposium 10. November 2007, Medical Park Bad Wiessee/Hubertusklinik.
Organisation: Dr. med. R. Ibrahim

 


Auf diesem Symposium war Dr. Kaisser zu einem Vortrag gebeten worden: Spinalstenose und Implantation eines Wirbelsäulenspreizers (X-Stop). (Siehe unsere Website unter Spinalstenose , Wirbelsäule, X-Stop).
Wirbelsäulenspezialisten aus dem gesamtdeutschen Raum sowie aus Holland referierten über ihre Erfahrungen bzgl. Schmerzen an der Wirbelsäule: Bandscheibenvorfälle. Arthrosen, muskuläre Verspannungen und Haltungsschäden, Deformierungen „Hexenschuss“, „Ischiasschmerzen“. Zusätzlich wurden Vorträge über die Schmerztherapie (akuter Schmerz – chronischer Schmerz) gehalten. Mini-invasive Verfahren zur Schmerztherapie über kleine Sonden, Endoskope, mikrochirurgische Zugänge. Ebenso wurde über künstliche Bandscheibenimplantate berichtet.

Dr. Kaisser referierte über die seit 25 Jahren gesammelten Erfahrungen in der Behandlung von starken Wirbelsäulenschmerzen bei Bandscheibenvorfällen, Spinalkanaleinengungen, degenerativen Veränderungen wie Arthrosen und Nervenkompressionssyndromen.
Dr. Kaisser war bereits Mitte der 80er Jahre bei einem Pionier der Behandlung von Spinalstenosen ausgebildet worden, Prof. Hugo Keim, New York, Columbia Presbyterian Medical Center (Columbia University). Seither stellt die Wirbelsäule einen seiner orthopädischen Schwerpunkte dar. Es wurden jetzt von Dr. Kaisser Nachuntersuchungsergebnisse präsentiert bzgl. der alleinigen Implantation von X-Stop-Distraktoren – im Vergleich zu der kombinierten Operation mit Dekompression der spinalen Enge und gleichzeitiger Implantation eines X-Stop-Distraktors.

Zusammenfassung des Vortrags von Dr. Kaisser über Spinalstenose und X-Stop
1. „Mini-invasiv“ oder „less-invasive“ sind relative Begriffe
2. Mischformen der Spinalstenose:
a) Zentralkanal – lateraler Recessus – Foramen
b) Weichteilige – knöcherne Enge
3. Die Spinalstenose zeigt meist mehretagige pathologische Veränderungen an mehren Wirbelkörper. Deshalb besteht eine uneinheitliche, eher diffuse Symptomatik, meist ohne eindeutige Zuordnung zu einer spezifischen Nervenwurzel (Im Gegensatz zum Bandscheibenvorfall!).

4. Meistens nehmen die Schmerzen bei Vorwärtsbeugung ab, bei Rückwärtsstreckung (Hohlkreuz) zu.
Schmerzen, Schwäche, Gefühlsstörungen in den Beinen sind ähnlich wie bei der Schaufensterkrankheit. Zusätzlich leiden die Patienten gelegentlich unter häufigem Stolpern.
5. Die konservative Behandlung der Spinalstenose erfolgt mit spezieller delordosierender Krankengymnastik, Medikamenten und insbesondere speziellen Injektionstechniken. In ca. 80% der Patienten werden die Beschwerden so nachhaltig gelindert, dass keine Operation notwendig ist.
6. Wenn doch operiert werden muss: Die alleinige Dekompressionsoperation, bei der der Wirbelsäulenkanal ganz vorsichtig eröffnet wird und die Nervenwurzeln freigelegt werden, führt in vielen Fällen zu einer erheblichen Beschwerdeerleichterung. Werden zusätzlich ein oder mehrere X-Stop- Distraktoren eingesetzt, können noch deutlich bessere Operationsergebnisse erreicht werden.
7. Komplikationen sind sehr selten. Das Risiko der Operation ist ähnlich wie bei dem der modernen Bandscheibenoperationen.

Dr. med. Peter J. Kaisser
FA für Orthopädie