|
Vorfußerkrankungen
Hallux valgus (Ballen), Hallux rigidus, Hammer-zehen, Krallenzehen, Spreizfuß
Vorfußerkrankungen treten meist bei weiblichen Patientinnen, seltener auch bei Männern, im mittlerem bis höherem Lebensalter auf. Sie können jedoch auch angeboren und erblich oder durch Unfälle und neurologische Störungen bedingt sein. Dann kann bereits der jugendliche Patient/Patientin davon betroffen sein.
Vorfußerkrankungen sind meist Ausdruck einer Über-/Fehlbelastung des Fußes, wobei es zur Abflachung des Fußgewölbes und zur Ver-breiterung des Vorfußes kommt (Senk-Spreizfuß). Eine häufige Entstehungsursache ist ungünstiges Schuhwerk, mit extrem hohen Absätzen und nach vorne spitz zulaufender Verengung, so dass die Zehen entsprechend zusammengedrückt werden.
Insbesondere bei rheumatischen Erkrankungen können massive Deformierungen an den Zehen auftreten.
Konservative, nicht operative Behandlung
Antientzündliche Medikamente, Fußbäder, Ein-lagen, Kräftigung der Fußmuskulatur, lokale Injektionstherapie, evt. korrigierende Schienen.
Operative Behandlung
Mit den modernen Vorfußoperationen können - meist gelenkerhaltend - die krankhaften Ver-änderungen des Vorfußes anatomisch korrigiert werden:
Der Vorfuß wird verschmälert, die verkürzten Sehnen werden entspannt und die Zehenstrahlen in ihre normale Stellung zurückgebracht. In der Mehrzahl der Fälle kann neben der Funktion auch das kosmetische Erscheinungsbild wesentlich verbessert werden.
Die postoperative Nachbehandlung erfolgt neuer-dings in einem speziellen Schuh, so daß un-mittelbar nach der Operation der operierte Fuß bereits teil-, oder häufig sogar voll belastet werden kann.
Operationsverfahren
Die von uns hauptsächlich angewendeten Ver-fahren sind folgende Operationen:
- SCARF
- AKIN
- WEIL
- HOHMANN
Selten und in speziell indizierten Fällen:
- Keller-Brandes
- Arthrodese
- Proximale Umstellungsosteotomie |